Projekt: Ludwigsburg, Reuteallee 42 – Sport- und Schwimmhalle Ludwigsburg
Auftraggeber:
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ludwigsburg
AWR-Bauleiter:
Peter Mues / Raphaela Ciblis
Zeitraum:
08/2025 – 12/2026
Umbauter Raum:
ca. 38.000 m³
Leistungen:
- Entrümpelung und Entkernung UG, EG und OG
- Schadstoffentfrachtung inkl. Asbest, KMF, PCB gemäß TRGS 519/521/524
- Einrichtung und Betrieb von Schwarz- und Weißbereichen
- Selektiver Rückbau inkl. Flächenrückbau und vorbereitenden Maßnahmen
- Abbruch von Fassaden- und Dachkonstruktionen, kleinteiliger Rückbau
- Zerkleinern, Sortieren und Bereitstellen aller Abfallfraktionen
- Dokumentation, Beweissicherung und Abstimmung mit Sachverständigen
Projektbeschreibung:
Im Rahmen der Gesamtmodernisierung wurde die bestehende Sport- und Schwimmhalle (Gebäude 3) vollständig entkernt, schadstofftechnisch saniert und selektiv zurückgebaut. Die Arbeiten erfolgten unter anspruchsvollen baulichen Bedingungen, u. a. aufgrund eingeschränkter Zugänglichkeit, langer Förderwege und statischer Besonderheiten. Die Schadstoffsanierung umfasste mehrere Sanierungsbereiche mit asbesthaltigen und PCB-belasteten Bauteilen.
Die Halle besteht aus einem nicht unterkellerten Bereich (Achsen 0–27) und einem unterkellerten Bereich (Achsen 27–44). Das Schwimmbecken befindet sich im Bereich Achsen 38–44. Über dem Becken liegt eine Stahlbeton-Zwischendecke, die auf Stahlbetonstützen und Einzelfundamenten gegründet ist. Die Dachkonstruktion besteht aus Spannbetonplatten, die auf Spannbetonpfetten und Spannbetonriegeln lagern. Diese werden von Stahlbetonstützen getragen, die in Becherfundamenten eingespannt sind. Im Zuge des Rückbaus wird die gesamte oberirdische Gebäudesubstanz einschließlich Bodenplatten und Fundamente im nicht unterkellerten Bereich abgebrochen. Der vorhandene Kontrollgang und der Fortluftschacht werden ebenfalls vollständig zurückgebaut und die entstehenden Baugruben verfüllt. Die Untergeschosse im Bereich Achsen 27–44 bleiben erhalten, einschließlich der Untergeschossdecken und des Schwimmbeckens. Dabei ist der Bereich Achsen 27–33 einfach und der Bereich Achsen 33–44 zweifach unterkellert.
Der Rückbau erfolgte schrittweise unter Berücksichtigung der angrenzenden Bestandsgebäude.
Besonderheiten:
- Komplexe Baustruktur mit statischen Risiken
- Arbeiten in Bereichen mit begrenzter Zugänglichkeit
- Hohe Anforderungen an Staub-, Lärm- und Emissionsschutz
- Nacherkundungen und laufende Anpassungen des Rückbaukonzepts
Die Rückbaumaßnahme erfolgt unter erschwerten Bedingungen aufgrund angrenzender Nachbarbebauung, bestehender Schadstoffbelastungen (Asbest/PCB) sowie der Einsturzgefährdung des Gebäudes, die zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erfordert. Die Schadstoffsanierung und Entkernung sind dadurch nur eingeschränkt möglich. Das zu erhaltende Schwimmbecken ist während der Arbeiten besonders zu sichern. Zudem sind aufgrund des laufenden Betriebs der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg erhöhte Anforderungen an den Lärmschutz zu beachten.
Personaleinsatz:
- 7x Baggerführer für kommenden Abbruch und Sortierungsarbeiten
- 2-8x Facharbeiter, je nach Arbeitsumfang der anstehenden Arbeiten
Maschineneinsatz:
- 1x Kettenbagger Liebherr R 980
- 1x Kettenbagger Liebherr 950
- 3× Kettenbagger (40 t) mit Sortiergreifer und Abbruchschere
- Zusatzgeräte: Betonfräsmaschine, Glassauggerät, Hydraulikhämmer, mobile Staubbindeanlagen (Wassernebel)