2026/03/13

5 Fragen an Ilmi Viqa – Einblicke in die Abbruchbranche

5 Fragen an Ilmi Viqa – Einblicke in die Abbruchbranche

Im Magazin Abbruch Aktuell des Deutschen Abbruchverbandes wurde unser Geschäftsführer Ilmi Viqa in der Rubrik „5 Fragen an …“ interviewt. Dabei gibt er persönliche Einblicke in prägende Projekte, die Entwicklung der Abbruchbranche und die Herausforderungen der Zukunft.

1.Welchen Abbruch haben Sie noch ganz besonders in Erinnerung? Warum?

Einer der ersten größeren Aufträge im Bereich Rückbau in Frankfurt markierte im Jahr 2004 einen wichtigen Meilenstein: den Rückbau eines 86 Meter hohen Hochhauses in der Bockenheimer Landstraße. Dieses Projekt ist bis heute besonders in Erinnerung geblieben, da es nicht nur technisch anspruchsvoll war. Der Rückbau eines Hochhauses in dieser Größenordnung mitten im Frankfurter Stadtgebiet stellte hohe Anforderungen an Planung, Sicherheit und Ausführung und verlangte ein präzises Zusammenspiel aller Beteiligten. Besonders herausfordernd war der innerstädtische Rückbau. Mithilfe eines Hochbaukrans wurden die Geschosse stückweise von 86 Meter auf rund 30 Meter Höhe zurückgebaut, um anschließend den Einsatz eines Longfront-Baggers zu ermöglichen. Die Arbeiten erfolgten unter äußerst beengten Platzverhältnissen und einer sehr knappen Bauzeit mitten im Herzen Frankfurts. Der erfolgreiche Abschluss stärkte das Vertrauen in unser Können und zeigte, dass auch anspruchsvolle innerstädtische Vorhaben mit Sorgfalt, Präzision und Verantwortungsbewusstsein umgesetzt werden können. Dieses Projekt trug dazu bei, den Weg für weitere Rückbaumaßnahmen in Frankfurt zu öffnen und bildete eine wichtige Grundlage für die spätere Entwicklung in der Region.

2.Wie lässt sich Ihrer Meinung nach der Fachkräftemangel am besten angehen?

Ein zentraler Punkt ist die Ausbildung und Qualifizierung. Wir investieren gezielt in Nachwuchskräfte, bieten praktische Einblicke schon während der Schulzeit und ermöglichen Weiterbildungen, damit unsere Mitarbeitenden mit modernen Maschinen und Techniken arbeiten können. Ebenso wichtig ist es, ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen – mit fairer Bezahlung, Wertschätzung und Sicherheit am Arbeitsplatz. Darüber hinaus setzen wir auf Digitalisierung und moderne Arbeitsprozesse, um körperlich belastende Tätigkeiten zu reduzieren und Abläufe effizienter zu gestalten. So schaffen wir ein Arbeitsumfeld, das attraktiv ist – auch für Quereinsteiger oder Menschen aus anderen Ländern, die wir gezielt integrieren und fördern. Langfristig kann der Fachkräftemangel nur gelöst werden, wenn Politik, Wirtschaft und Bildung gemeinsam an einem Strang ziehen. Wir als Unternehmen übernehmen dabei gerne Verantwortung – mit Ausbildung, nachhaltigem Personalmanagement und echter Teamkultur.

3. Sie sind regelmäßiger Teilnehmer der FACHTAGUNG ABBRUCH des Deutschen Abbruchverbandes. Welchen Stellenwert hat diese Tagung für Sie?

Die Fachtagung ist eine der wichtigsten Plattformen für den fachlichen Austausch innerhalb unserer Branche. Besonders schätze ich die Kombination aus praxisnahen Vorträgen und dem persönlichen Dialog. Die Tagung bietet mir jedes Jahr wertvolle Impulse, die ich direkt in unsere tägliche Arbeit bei der AWR Abbruch GmbH einfließen lassen kann. Gleichzeitig ist sie eine hervorragende Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen und neue, qualifizierte Netzwerke aufzubauen. Für mich ist die FACHTAGUNG ABBRUCH daher nicht nur eine Informationsveranstaltung, sondern ein fester Bestandteil der kontinuierlichen Weiterentwicklung.

4. Was macht die Abbruchbranche attraktiv für junge Leute?

Die Abbruchbranche ist für junge Leute besonders attraktiv, weil sie technisch anspruchsvoll, vielseitig und zukunftsorientiert ist. Es geht längst nicht mehr nur um den Rückbau von Gebäuden, sondern um präzise Planung, moderne Maschinen, digitale Prozesse und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Gerade Themen wie Nachhaltigkeit, Recycling und Kreislaufwirtschaft spielen im Abbruch eine zentrale Rolle. Junge Menschen können hier aktiv daran mitwirken, Städte neu zu gestalten und wertvolle Materialien wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Das schafft Sinn und Perspektive.

5. Wie sind Sie persönlich dazu gekommen, in der Abbruchbranche zu arbeiten?

Mein Weg in die Abbruchbranche ist eng mit der Geschichte unserer Firma verbunden. Ursprünglich bin ich 1992 nach Deutschland gekommen – mit dem Wunsch, mir hier eine Zukunft aufzubauen und etwas Eigenes zu schaffen. Aus diesem Traum und mit viel Einsatz entstand 1994 die AWR Abbruch GmbH. Damals war für mich klar, dass ich mich in einem Bereich engagieren wollte, der praktische Herausforderungen mit Verantwortung verbindet. Die Abbruchbranche bot genau das: komplexe Projekte, technische Vielfalt und die Möglichkeit, etwas Nachhaltiges zu gestalten – nämlich Gebäude zurückzubauen, Materialien wiederzuverwenden und so zur Ressourcenschonung beizutragen.

Hier geht es zum kompletten Magazin. (Seite 50 - Ilmi Viqa)

Fotos ©2026 Jule Halsinger

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